Fred Arbogast — Klassische Bass-Köder und Innovationen

Die Geschichte der Fred Arbogast Co. begann in Akron, Ohio, als persönliches Projekt ihres Gründers. Fred Arbogast schnitzte während seiner Tätigkeit bei Goodyear Tire and Rubber Köder für Casting-Wettbewerbe und für den Eigenbedarf beim Angeln. Die kommerzielle Einführung des Tin Liz um 1930, den es in mindestens sechs Varianten gab, brachte den notwendigen Erfolg, damit Arbogast seine Anstellung in der Industrie aufgeben und einen eigenen Fertigungsbetrieb gründen konnte. In der Folge wurde das Unternehmen zu einem bedeutenden Anbieter von Ködern, die speziell für das Schwarzbarschangeln entwickelt wurden.
Zu den Entwicklungen des Unternehmens gehörten Oberflächenköder, die auf spezifischen akustischen und mechanischen Eigenschaften basieren. Der Jitterbug wurde mit einer breiten, doppelten Metallschaufel konstruiert, die ein rhythmisches gurgelndes Geräusch erzeugt, während er beim gleichmäßigen Einholen von Seite zu Seite schaukelt. Dieses Modell wird häufig zum Nachtangeln eingesetzt. Ein weiterer Oberflächenköder, der Hula Popper, verfügt über eine tief konkave Nase, die beim Zupfen mit der Rute ein klatschendes Geräusch erzeugt. Ein prägendes Merkmal vieler Arbogast-Designs ist der Hula Skirt, ein Gummifransen-Aufsatz, der bei Pausen während des Einholens pulsiert und sich öffnet.
Die Produktpalette umfasste auch Köder für verschiedene Wasserbedingungen und Tiefen. Der Hawaiian Wiggler wurde für das Angeln in starker Vegetation entwickelt und zeichnete sich durch eine krautresistente Konstruktion mit einem vorderen Spinnerblatt und dem charakteristischen Hula Skirt aus. Für das Angeln unter der Oberfläche nutzte der Hula Dancer eine vordere Schaufel zur Vibrationserzeugung. Der Sputterbug, ein Oberflächenköder, verfügte über einen großen Frontpropeller, um eine geräuschvolle Spur auf der Wasseroberfläche zu erzeugen, ergänzt durch die Bewegung des Schwanzfransens.
Nach dem Tod von Fred Arbogast im Jahr 1947 erweiterte das Unternehmen seinen Katalog kontinuierlich um neue Modelle. Köder wie Arbo-Gaster, Bug-Eye, Hustler, Mud Bug und Pug Nose wurden in das Sortiment aufgenommen. Die Fabrik in Akron blieb bis 1997 in Betrieb, danach wurde das Unternehmen an PRADCO verkauft, das weiterhin mehrere der etablierten Modelle herstellt.