Dominion Tackle — kanadische Vintage-Metallköder
Die Geschichte der Dominion Tackle Co. begann im Jahr 1925 im Osten von Toronto. Gegründet von Owen A. Jones, einer anerkannten Persönlichkeit unter den Anglern Torontos, operierte das Unternehmen ursprünglich von einem Ladengeschäft in der 2107 Danforth Avenue aus. Während der anfängliche Umfang bescheiden war, weitete das Unternehmen schließlich seine Reichweite aus, wurde später als Dominion Fishing Tackle Manufacturers bekannt und fungierte als Abteilung von Owen’s Enterprises. Der Fertigungsbetrieb verlagerte sich schließlich nach Oro Station, Ontario, nachdem das Unternehmen von Lester Bedford erworben wurde. Bedford führte das Geschäft zusammen mit seinem Sohn Douglas dreiunddreißig Jahre lang fort.
Metallhandwerk prägte die Produktion des Herstellers, mit einem Fokus auf Blinker, Spinner und Eisfisch-Lockvögel. Die Beiträge des Unternehmens zum Bereich der Lockvögel wurden vom Experten Joe Fossey dokumentiert, der die kreativen Anpassungen feststellte, die durch die Metallknappheit während des Zweiten Weltkriegs notwendig wurden. Diese Lockvögel nutzten interne Gewichte und oben montierte Haken zur Aufhängung. Einige Exemplare waren äußerst aufwendig gestaltet und spiegelten das Streben nach perfektem Finish und Auftrieb in jener Ära wider.
Neben anderen Angeboten enthielt der Katalog eine Vielzahl spezialisierter Metallköder, die sowohl für das Casting als auch für das Schleppfischen konzipiert waren. Das Sortiment umfasste den „Beetle Wing“ und den „June Bug Spinner“, wobei letzterer eine verlängerte Achse für die Verwendung mit Lebendködern besaß. Zu den Blinkermodellen gehörten der „Red Eye Wiggler“, „Kidney Bait“, „Devil Bait“ und der „Sail Fish“, der sich durch Augenimitationen entlang seines Körpers auszeichnete. Andere Serien wie der „Leopard and Gold Bowl“ nutzten perforierte oder strukturierte Elemente, um die Lichtreflexion und hydroakustische Effekte zu beeinflussen. Viele dieser Spinner wurden einem Designer namens Owen zugeschrieben, der 25 Jahre Erfahrung in die Marke einbrachte.
Ein Markenzeichen vieler Dominion-Designs war das „Red Eye“-System. Dies beinhaltete die Integration von roten Glas- oder Kunststoffperlen auf dem Köderkörper oder der Achse, um die Augen von Beutetieren zu simulieren. Die Köder wurden in der Regel aus poliertem Kupfer, Nickel oder Messing gefertigt, wobei einige Versionen Emaille-Oberflächen wie das rot-weiße Muster oder das „Leoparden“-Motiv mit schwarzen Punkten auf gelbem Grund aufwiesen. Drillinge waren häufig mit roten und weißen Federn oder Wollwicklungen versehen.
Die technische Identifizierung wurde durch ein nummerisches System erleichtert, das auf die Metallblätter gestempelt oder auf die Verpackung gedruckt war. Zu den Modellindizes gehörten Nummern wie 37, 52, 55 und 275. Bestimmte Serien wie der „Kidney Bait“ folgten einer internen Größenkonvention, wie №11, №12 und №13, was Blattlängen von 1½ bis 2½ Zoll und Hakengrößen von 1/0 bis 5/0 entsprach. Die Verpackung entwickelte sich von einfachen Papprückseites, an denen die Köder mit Draht oder Klammern befestigt waren, hin zu Blisterpackungen und perforierten Displaykarten für den Einzelhandel.