Creek Chub — Vintage-Holzköder und Wobbler
Die offiziell 1916 in Garrett, Indiana, gegründete Creek Chub Bait Company geht auf eine Idee zurück, die 1906 von Henry Dills, Carl Heinzerling und George Schulthess entwickelt wurde. Henry Dills fungierte als Haupterfinder und Designer und führte das Unternehmen bis in die 1930er Jahre zu einem bedeutenden Hersteller von Kunstködern.
Im Jahr 1919 patentierte Dills ein spezifisches Lackierverfahren, das zum Industriestandard wurde. Bei dieser Technik wurde Farbe durch ein feines Netz auf die Holzkörper der Köder gesprüht, um ein Schuppenmuster zu erzeugen. Diese Methode ermöglichte eine besondere Detailgenauigkeit auf der Holzoberfläche der Wobbler.
Der Katalog des Unternehmens enthielt mehrere markante Köder. Der Wriggler, der 1916 als erstes kommerzielles Produkt auf den Markt kam, nutzte eine bewegliche Metallschaufel, um eine spezifische Aktion im Wasser zu erzeugen. Im Jahr 1920 führte das Unternehmen den Pikie ein, einen Köder, der das Profil eines Hechts imitieren sollte. Weitere Köder im Sortiment waren der Injured Minnow, ein oberflächennaher Stickbait ohne Tauchschaufel, der für Spritzbewegungen an der Oberfläche konzipiert war, und der Darter, der für das Tiefwasser-Jigging gedacht war.
Während viele Hersteller in den 1950er Jahren auf Kunststoffmaterialien umstellten, behielt dieses Unternehmen die Verwendung von Holz für seine Köderproduktion bei. Dieses Engagement für die Holzbauweise hielt an, bis das Unternehmen 1978 an die Lazy Ike Corp verkauft wurde, was schließlich zur Schließung führte. Diese Holzköder sind nach wie vor von großem Interesse für Sammler, die sich auf die Geschichte amerikanischer Angelgeräte konzentrieren.