Cotton Cordell — Amerikanische Köder-Innovationen seit 1952
Die Ursprünge von Cotton Cordell reichen bis ins Jahr 1952 zurück, als Carl Richey „Cotton“ Cordell, wegen seines hellen Haares so genannt, das Unternehmen in Hot Springs, Arkansas, gründete. Eine Legende in der Anglergemeinschaft besagt, dass sein erster Köder eine in der Küche gefertigte Kreation aus Kunststoff und dem Haar seines eigenen Setters war. Von diesen frühen handgefertigten Anfängen an konzentrierte sich die Marke auf die Herstellung von Ködern, die natürliche Beutefische imitierten, verlegte später ihren Betrieb nach Fort Smith
Zu den bemerkenswerten Minnow-Woblern im Sortiment gehörte der Red-Fin. Dieses Modell wurde für seine spezifische Aktion bekannt, die darauf ausgelegt war, verletzte Beutefische zu imitieren, und wurde häufig für langsames Schleppfischen oder als Wakebait eingesetzt. 1973 führte das Unternehmen den Big O ein, ein Design, das später um Standardmodelle und den tief tauchenden Deep Big-O erweitert wurde. Um bei den tief tauchenden Versionen eine stabile Laufbahn beizubehalten, wurde den Anglern geraten, die vordere Öse zu justieren und oft einen Cordell Safety Snap zu verwenden, um den maximalen Bewegungsspielraum des Köders zu gewährleisten.
Das Sortiment umfasset auch Topwater-Optionen wie den Crazy Shad. Diese Serie beinhaltete die Modelle 400 und 600, die an beiden Enden mit Propellern ausgestattet waren, um Oberflächenunruhe über Unterständen zu erzeugen. Im Gegensatz dazu fehlten den Serien 300 und 500 die Propeller; sie nutzten jedoch eine Heckbeschwerung, um die Wurfweite zu erhöhen und eine lautlose Annäherung an vorsichtige Fische in klarem Wasser zu ermöglichen. Für vibrationsbasierte Taktiken diente der Gay Blade als primärer Blade Bait der Marke. Die 3800-Serie mit einem Gewicht von 1/4 Unze verfügte über mehrere Befestigungspunkte am Rücken, was es dem Benutzer ermöglichte, die Vibrationsintensität und die Lauftiefe bei gleichmäßigem Einholen anzupassen.
Die Entwicklung von lipless Crankbaits führte zum Super Spot. Als direkter Zeitgenosse anderer Rasselköder wurde das Modell C33 für die gezielte Jagd auf verschiedene Arten wie Barsch, Zander und Hecht eingesetzt. Sein Design ermöglichte sowohl traditionelles, gleichmäßiges Einholen durch Vegetation als auch tiefere Jigging-Anwendungen, bei denen die Bisse oft während der Absinkphase erfolgten. Ein weiteres Standardmodell war der Wally Diver, ein Köder, dessen Form den Profilen von Beutefischen entsprach. Zu den technischen Empfehlungen für diesen Köder gehörte das Schleppen nah am Grund mit gelegentlichem Bodenkontakt sowie ein einholen mit vielen Pausen beim Werfen.
Cotton Cordell wurde schließlich Teil der PRADCO Outdoor Brands Gruppe. Dieser Übergang stellte sicher, dass die ursprünglichen Designs aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, die sich in zahlreichen Turnieren bewährt hatten, der Anglerwelt erhalten blieben, während die technischen Eigenschaften aus den unabhängigen Jahren des Unternehmens in Arkansas gewahrt wurden.
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